Konkurse in Luxemburg bleiben auf hohem Niveau

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Creditreform hat die Konkurszahlen für Luxemburg im Jahr 2020 untersucht und mit den Zahlen aus dem Vorjahr verglichen. Herbert Eberhard, Administrateur délégué von Creditreform Luxembourg SA, betonte: „Mit einem leichten Rückgang um 5,07 %, auf 1199 Firmenpleiten im Jahr 2020 ist die Zahl der Konkurse in Luxemburg im Vergleich zu den beiden Vorjahren fast gleich geblieben“. Im Jahr 2019 wurden 1263, im Jahr 2018 1195 Konkurse gezählt. Die
Unternehmensinsolvenzen in der Region Trier sind 23,48 % zurückgegangen. In Deutschland ist mit einem Rückgang von 13,4 % im Bereich der Unternehmensinsolvenzen der niedrigste Stand seit 1999 erreicht. Vorläufige Zahlen aus Belgien und Frankreich zeigen einen Rückgang der Konkurse um über 30 %.

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15/01/2021 |
  • Creditreform

Die Zahl der Konkurse ist im Großherzogtum 2020 auf 1199 zurückgegangen. Diese Zahl ergibt sich einschließlich der erst 2021 veröffentlichten Konkurse aus Dezember 2019. Gegenüber der Vorjahreszahl ist dies ein Rückgang um 5,07 %.

Die Zahl, der in dieser Periode in Konkurs gegangenen Unternehmen mit einem Alter von über 5 Jahren, ist mit 81,32 % im Vergleich zu 2019 (75,85 %) erneut gestiegen.
Der Anteil der Konkurse von Unternehmen, die jünger als fünf Jahre sind, liegt bei 18,68 % im Jahr 2020 und ist gegenüber 2019 (Anteil 24,15 %) gesunken.

Nach zuständigen Gerichtsbezirken ist in Luxemburg mit 1096 Konkursen (Vorjahr 1263) ein Rückgang von 3,69 % zu melden. Im Gerichtsbezirk Diekirch sind 103 Verfahren in 2020 zu verzeichnen (125 im Vorjahr). Dies ist ein Rückgang von 17,6 %.

Die Ausfälle in diversen Branchen wurden ebenfalls von Creditreform unter die Lupe genommen.

Spitzenreiter ist weiterhin die Dienstleistungs-Branche mit 882 Fällen in 2019 (884 in 2019) die damit nur um 0,23 % gesunken ist. Der Bereich Horesca hat einen Rückgang um 25,14 % auf 128 Konkurse gegenüber 171 in 2019. Mit 214 Unternehmenszusammenbrüchen gegenüber dem Vorjahr (253) sind die Pleiten im Handel mit einem Minus von 15,42 % deutlich zurückgegangen. Die Konkurse im Baubereich sind, auch aufgrund der guten Baukonjunktur, um 25,81 % von 124 auf 92 Firmen gesunken. Es handelt sich im Wesentlichen um kleinere Firmen. Im produzierenden Gewerbe gab es 2020 mit 11 Firmenpleiten eine Steigerung um 450 % gegenüber 2019. Die Zahlen liegen jedoch damit wieder auf dem Niveau von 10 Konkursen im Jahr 2018.

Bei den Rechtsformen der Unternehmen ist ein leichter Anstieg bei den Aktiengesellschaften (SA) um 3,75 % oder 526 in 2019 zu verzeichnen. Die GmbH (Sàrl), als am häufigsten vertretene Rechtsform, hat mit einem Rückgang um 10,91 % auf 653 Konkurse (2019: 733) weiterhin den größten Einzelanteil am Konkursgeschehen. Diese, überwiegend von kleineren Firmen genutzte Rechtsform zeigt jedoch, dass die Corona Hilfen im Mittelstand (PME) insbesondere in den
Bereichen Handel und Horesca ihre Wirkung zeigen. Erst 2021 und 2022 werden zeigen, welche Wirkung „Corona“ in diesen am meisten betroffenen Bereichen gehabt hat.

Im Jahr 2020 sind einige namhafte Unternehmen in Konkurs gegangen, womit auch größere Arbeitsplatzverlust verbunden waren. Zunächst ist die Firma Norbert Keller SA in Troisvierges zu nennen, bei der 120 Arbeitsplätze betroffen waren. Der Konkurs der Firma Primavera Pain Sarl bedrohte 80 Arbeitsplätze. Bei der der Firma Aluzare SA in Ehlerange waren 43 Arbeitsplätze betroffen.

Creditreform Luxembourg SA geht davon aus, das aufgrund der wirtschaftlichen Transformation in Luxemburg, die Konkursentwicklung bei älteren Firmen im Großherzogtum auch 2021 weiterhin auf hohem Niveau sein wird. Die Konkursquote bei Firmen die jünger als 5 Jahre alt sind, zeigt sich auf geringem Niveau stabil, was insbesondere auf die gute Unterstützung des Staates zurückzuführen ist.

Für die Entwicklung der Konkurse 2021 wird das Auslaufen der Corona Hilfen entscheidend sein. Aufgrund der starken Dienstleistungsbranche dürften die Steigerungen jedoch niedriger sein, als in den Nachbarländern, bemerkt Herbert Eberhard.

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