Ausgabe 2018 des Leitfadens Investment Funds in Luxembourg von EY Luxemburg veröffentlicht

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EY Luxemburg hat kürzlich die Ausgabe 2018 des Leitfadens Investment Funds in Luxembourg – A technical guide veröffentlicht. Der Leitfaden soll die zahlreichen Fragen zur Fondsauflegung und zum Vertrieb von Investmentfonds in Luxemburg beantworten. Die Ausgabe 2018 wurde zur Erfassung der neuesten Gesetze und Verordnungen aktualisiert.

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21/09/2018 |
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Zunächst lässt sich feststellen, dass das vergangene Jahr ein sehr gutes für die Branche war. Das verwaltete Vermögen nahm durchschnittlich um 15% zu, die Mittelflüsse stiegen um 5% und die Gewinne wuchsen um 10%, während die Margen bei annähernd 37% weitgehend beibehalten wurden.                           

Diese positiven Trends wurden unterstützt durch:

  • eine starke Nachfrage nach Anlageprodukten, die von einem demografischen Wandel, der Umschichtung langfristiger Sparprodukte an Privatpersonen und einer wachsenden Mittelschicht in aufstrebenden Märkten angetrieben wird, sowie
  • weltweit steigende Aktienmärkte in Verbindung mit einem relativ günstigen Zinsumfeld. Dies führte zu sehr starken Mittelflüssen bei passiv verwalteten Fonds, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf alternativen Investmentfonds lag.

Ungeachtet der vielen positiven Schlagzeilen zum Wachstum des Sektors passiv verwalteter Fonds konnten Fondsmanager aktiv verwalteter Fonds mit überdurchschnittlichen Leistungen Vermögenswerte anlocken – und werden auch weiterhin dazu in der Lage sein.

Die ersten positiven Schlagzeilen überdecken jedoch einige wichtige Bruchlinien, mit denen sich die Branche konfrontiert sieht und die in den kommenden Jahren zu bewältigen sein werden. Zu den seit mehreren Jahren bestehenden Bruchlinien gehören:

  1. Umsetzung der sich ständig wandelnden Regulierungsagenda, die durch eine Reihe politischer Unsicherheiten (einschließlich Brexit) erschwert wird,
  2. Eine steigende Kostenstruktur, die sich einerseits aus der Umsetzung der Regulierungsagenda ergibt und andererseits aus der Übernahme bestimmter Kosten, die zuvor dem Anleger in Rechnung gestellt wurden,
  3. Abwärtsdruck auf die gesamten Gebühren - ein Ansteckungseffekt (oder aktive Angleichung?) der Preisgestaltung passiv verwalteter Fonds einhergehend mit einer erhöhten Herausforderung seitens der Anleger und Aufsichtsbehörden bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses aktiv verwalteter Fonds,
  4. Der Investitionsaufwand durch Technologien und digitale Innovationen in allen Bereichen der Wertschöpfungskette, verbunden mit den dazugehörigen wettbewerbsorientierten disruptiven Herausforderungen und den steigenden Anforderungen der Anleger an eine digitalisierte Dienstleistungserfahrung.

Neben diesen Herausforderungen verstärkt sich das Phänomen des „Gewinners, der alles für sich beansprucht", wobei die Top 10 der globalen Fondsmanager über 80% aller Kapitalflüsse für sich gewinnen: „Der Größte wird als der Beste angesehen", da die Größe bessere operative Margen und den Vermögenserhalt ermöglicht. Darüber hinaus konzentrieren sich sowohl die Privat- als auch die institutionellen Anleger zunehmend auf die nichtfinanziellen Erträge ihrer Anlagen mit einer steigenden Nachfrage nach passenden Lösungen.

In den kommenden drei Jahren wird das dadurch zu erwartende Ergebnis ein Wachstum des verwalteten Vermögens von rund 4-5% pro Jahr sein, wobei die Erträge weitgehend unverändert bleiben und das Gefälle zwischen Gewinnern und Verlierern größer wird.

Die einzig verbleibende Kernfrage lautet daher: Wie kann man in diesen sich verändernden Zeiten attraktiv bleiben und weiterhin wachsen?

Zur Verbesserung des Vertriebs und zur Vergrößerung ist eine doppelgleisige Strategie erforderlich, um das Beste aus den verbleibenden guten Zeiten zu machen und sich auf Beeinträchtigungen und schlechtere Zeiten vorzubereiten.

Die Verbesserung des Vertriebs umfasst: ein besseres Verständnis des Anlegers durch eindeutige Identifizierung des Zielkunden, Verwendung von Kundenanalysen zur Prognose der Kaufbedürfnisse und vor allem „Stärkung" der Kundenbeziehung. Darüber hinaus werden Produktentwicklung und Agilität entscheidend sein, um vom Produkt zur Lösung und von relativen zu absoluten Renditen (mit Preisangleichung) zu wechseln sowie eine Reihe von ESG-Fonds/nachhaltigen Anlagelösungen anzubieten. All dies beinhaltet auch die Verbesserung des Investitionsprozesses durch die Verwendung alternativer Daten, Analysen und künstlicher Intelligenz.

Sich vergrößern: Größe spielt eine Rolle, da Größeneinsparungen erzielt werden, die Kosten großer Unternehmen im Vergleich zum verwalteten Vermögen halb so hoch sind wie die kleinerer Unternehmen, die Mittelabflüsse bei kleineren Unternehmen auf doppeltem Niveau des Branchendurchschnitts liegen und größere Unternehmen weitaus größere Investitionen in Innovationen tätigen können. Des Weiteren tendieren institutionelle Vermögenseigentümer zunehmend zu weniger, größeren strategischen Partnern.

Wenn also kein organisches Wachstum möglich ist, müssen Übernahmen in Erwägung gezogen werden, um mehr derselben Vermögenswerte zu erwerben und dadurch Kostensynergien zu schaffen oder um neue Fähigkeiten zu erwerben, z. B. Quantität, Ausweitung des Vertriebs oder Erzielung einer größeren geografischen Reichweite.

Der Leitfaden Investment Funds in Luxembourg kann auf der Internetseite von EY Luxemburg heruntergeladen werden: ey.com/lu

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