Durch das Einläuten der 5G-Ära stellen Datenschutzbelange und Talentlücken Schlüsselrisiken für die Telekommunikationsbranche dar

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Ineffektives digitales Wachstum führt das Risiko-Ranking der Telekommunikationsbranche an.
Telekommunikationsunternehmen sehen sich einer steigenden Investitionslast gegenüber, da Netzinvestitionen erforderlich werden. 5G stellt einen Einstieg für Disruptoren mit einzigartigen Kompetenzen dar

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08/04/2019 |
  • ey

Da digitale Dienste heute die oberste Priorität der Führungskräfte in Telekommunikationunternehmen darstellen, ist es nicht verwunderlich, dass ineffektives digitales Wachstum den ersten Platz in dem neuen EY-Ranking Top 10 risks for telecommunications operators einnimmt. Doch während sich die Telekommunikationsunternehmen auf die Einführung von 5G vorbereiten, stellen die Sicherheitsanforderungen aufgrund der verschärften Datenschutzbestimmungen und der zunehmenden Qualifikationsdefizite bei Mitarbeitern wachsende Risiken dar, die einen Wandel im Ansatz erfordern.

An zweiter Stelle wird die Vernachlässigung der sich ändernden Anforderungen an Privatsphäre, Sicherheit und Vertrauen genannt. Da sich Datenschutzskandale weiterhin weltweit ausbreiten, reagieren die Aufsichtsbehörden mit einer Reihe von Compliance-Anforderungen. Da das Internet der Dinge und das 5G-Netz den Datenfluss erhöhen, nehmen die Risiken zu. Das jüngste EY Global Capital Confidence Barometer spiegelt dies wider, wobei 47% der Führungskräfte im Telekommunikationssektor Regulierungs- und Regierungsfragen als die größte Bedrohung für Geschäftsabschlüsse in den kommenden zwölf Monaten bezeichnen.

Gaël Denis, Telecommunications Leader von EY Luxemburg, sagt:

„Die Gigabit-Infrastruktur soll die Leistungsfähigkeit intelligenter Konnektivität freisetzen. Der Druck für Telekommunikationsanbieter steigt, sich einen Erstanbietervorteil zu sichern. Da 5G und das Internet der Dinge zu einer Zunahme der Konnektivitätsendpunkte führen, werden Sicherheitsbedenken weiter zunehmen. In diesem Umfeld ist Vertrauen heute ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal für Telekommunikationsunternehmen. Sie sollten die Sicherheit in den Mittelpunkt der Kundeninteraktionen stellen und gleichzeitig mit der sich entwickelnden Regulierungslandschaft Schritt halten.“

Telekommunikationsunternehmen droht digitale Qualifikationslücke und zunehmende Investitionsbelastung

Auf Platz 4 liegt das Versäumnis, die Personalplanung zu priorisieren. Obwohl Telekommunikationsunternehmen erkennen, dass digitale Fähigkeiten in ihren Unternehmen fehlen, sehen nur 3% die Entwicklung und Bindung von Talenten als oberste strategische Priorität an, wie aus einer EY-Umfrage unter führenden Unternehmen der Telekommunikationsbranche hervorgeht.[1] Darüber hinaus hebt eine weitere aktuelle EY-Studie[2] diese Diskrepanz hervor, denn nur 57% der europäischen Unternehmen passen ihre Personalstrategie an ihre Agenda zur digitalen Transformation an. Da Technologiezyklen immer schneller werden, ist ein ganzheitlicher Ansatz für die Gestaltung und Umschulung der Mitarbeiter entscheidend, um die Produktivität der Telekommunikationsunternehmen zu steigern, Silos zu vermeiden und eine hervorragende Kundenerfahrung zu bieten.

Auf Platz 5 liegt das Unvermögen, die wachsende Investitionsbelastung zu bewältigen, da die Telekommunikationsunternehmen mit neuen Netzinvestitionen zu kämpfen haben - darunter 5G, Netze mit geringer Sendeleistung und Gigabit-Glasfaser. Aus dem Bericht geht hervor, dass steigende Kapitalintensität und ein breiteres Portfolio an Vermögenswerten des Netzes es den Telekommunikationsunternehmen zunehmend erschweren, hohe Renditen zu erzielen, obwohl die Netzqualität nach wie vor ein grundlegendes Unterscheidungsmerkmal ist.

Marktführer werden Störungen bewältigen, um Innovationen zu fördern

Da die Nachfrage nach intelligenten Verbindungslösungen weiter steigt, wird das Versäumnis, sich kontinuierlich entwickelnde Störungsszenarien zu bewältigen (Platz 6 im Ranking) und mit strategischen Partnern auf dem Weg zur Innovation zusammenzuarbeiten (Platz 10), auch als unternehmenskritisches Risiko herausgestellt.

Gaël Denis sagt: „Technologien bieten den Betreibern zwar die Möglichkeit, eine Reihe neuer Erfahrungen zu sammeln, sie sind aber auch ein Türöffner für reaktionsschnelle Disruptoren mit einzigartigen Kompetenzen. Ein disziplinierter Ansatz für strategische Partnerschaften und gezielte Akquisitionen von Start-ups und Schlüsselindustrien kann für Telekommunikationsunternehmen bei dem Übergang in die 5G-Ära ein Weg zur Diversifizierung sein. Gelingt es nicht, diese Interaktionen in einem umfassenden Innovationsrahmen zu nutzen, könnte dies das Aus für weniger ambitionierte Akteure bedeuten.”

Weitere Risiken, die in der Rangliste aufgeführt sind, sind ein unzureichendes Portfoliomanagement (Platz 7) und mangelndes Engagement in Schlüsselindustrien und im öffentlichen Sektor (Platz 9).

Gaël Denis sagt: „Technologien bieten den Betreibern zwar die Möglichkeit, eine Reihe neuer Erfahrungen zu sammeln, sie sind aber auch ein Türöffner für reaktionsschnelle Disruptoren mit einzigartigen Kompetenzen. Ein disziplinierter Ansatz für strategische Partnerschaften und gezielte Akquisitionen von Start-ups und Schlüsselindustrien kann für Telekommunikationsunternehmen bei dem Übergang in die 5G-Ära ein Weg zur Diversifizierung sein. Gelingt es nicht, diese Interaktionen in einem umfassenden Innovationsrahmen zu nutzen, könnte dies das Aus für weniger ambitionierte Akteure bedeuten."

 

[1] Befragung von 39 weltweit führenden Telekommunikationsunternehmen, Digital transformation for 2020 and beyond, 2017

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