Schweizer Luxusimmobilien – kein Selbstläufer

fr en de

Das UBS Chief Investment Office GWM (UBS CIO GWM) publiziert den UBS Luxury Property Focus 2024, die jährliche Studie zum Luxusimmobiliensegment. Die Realität höherer Zinsen hat im letzten Jahr auch das Luxussegment erfasst und zu mehr Zurückhaltung geführt.

<< Zurück
28/03/2024 |
  • Old town Zurich

Der Preisboom im Schweizer Luxussegment, der 2022 mit knapp 10 Prozent seinen Höhepunkt markierte, neigt sich dem Ende zu. Im vergangenen Jahr stiegen die Preise von luxuriösen Eigenheimen im Durchschnitt noch um gut 2 Prozent. Die Verlangsamung war durch Einfamilienhäuser getrieben, deren Preise 2023 mit gut 1 Prozent deutlich weniger stiegen als im Jahr zuvor mit 8 Prozent. Bei Eigentumswohnungen schwächte sich das Wachstum indes von 9 auf 3 Prozent ab. Insgesamt entwickelte sich der Luxusimmobilienmarkt etwas schwächer als der Gesamtmarkt und das Preisniveau liegt aktuell 25 Prozent über seinem Vor-Corona-Niveau.

Kurzfristig kaum Rückenwind

Als sicherer Hafen dürfte die Schweiz mit ihren stabilen Institutionen und dem hohen Lebensstandard in der aktuellen geopolitischen Lage eine ungebrochene Anziehungskraft ausstrahlen. Diese «Sicherheit» ist allerdings mit dem starken Franken und der Preisentwicklung deutlich teurer geworden, was die internationale Nachfrage nach hiesigen Luxusimmobilien eher gedrosselt haben dürfte. Die Durchschnittsvermögen der Schweizer Haushalte (ohne Immobilien) stagnierten in den letzten beiden Jahren. Die Wirtschaft entwickelt sich unter Trend und ist damit keine grosse Stütze für die Nachfrage nach hochpreisigen Immobilien. «Ausgeschriebene Objekte stossen auf weniger Interessenten und diese hinterfragen zunehmend den Preis. Stehen Verkäufer unter Zeitdruck, werden sie womöglich Abschläge hinnehmen müssen. Für das laufende Jahr erwarten wir einen leichten Rückgang der Luxusimmobilienpreise im tiefen einstelligen Prozentbereich», erläutert UBS-Immobilienökonomin Katharina Hofer.

Drei von vier der teuersten Standorte sind Bergdestinationen. St. Moritz führt mit Quadratmeterpreisen von über 42 000 Franken die Rangliste an. Nur wenig tiefer beginnt das Luxussegment in Gstaad (39 000 Franken pro Quadratmeter). Cologny am Genfersee verzeichnet Preise von über 35 000 Franken pro Quadratmeter, ähnlich wie Verbier. In den übrigen Gemeinden mit hohem Luxusanteil in der Region Genf sowie am Zürichsee werden Luxusimmobilien ab Quadratmeterpreisen von 25 000 Franken gehandelt. Für ein Anwesen in gutem Zustand und auf 1500 Quadratmetern Landfläche ist dort mit einem Kaufpreis von acht bis zehn Millionen Franken zu rechnen. Ab knapp 20 000 Franken pro Quadratmeter starten die Luxuspreise im Tessin.

Günstigere Standorte holen auf

Die etablierten Luxusstandorte St. Moritz, Gstaad und Verbier standen bereits vor zehn Jahren an der Spitze der teuersten Schweizer Gemeinden und konnten diese unangefochten behaupten. «Generell weisen Luxusmärkte, insbesondere traditionelle, über einen längeren Zeithorizont eine bemerkenswerte Stabilität auf. Kurzfristige zyklische Preiskorrekturen wurden im letzten Jahrzehnt zumeist wieder wettgemacht», führt Katharina Hofer aus. Innerhalb der 100 teuersten Schweizer Gemeinden gab es in den Regionen Zürichsee und Genf im Durchschnitt relativ wenige Rangverschiebungen.

Anders in der Zentralschweiz, wo die analysierten Zuger Gemeinden im Schnitt um über 30 Ränge innert einer Dekade aufgestiegen sind. Dies zeigt, wie attraktiv die Tiefsteuerstrategie den Standort insbesondere für Personen mit hohen Einkommen und Vermögen schon seit Längerem macht. Grösster Gewinner der letzten Dekade ist aber die aufstrebende Urner Gemeinde Andermatt, die mit der Erstellung zahlreicher hochpreisiger Liegenschaften immer mehr als Luxusdestination wahrgenommen wird. Im Tessin hingegen vermochte das Preisniveau infolge eines Überangebots an luxuriösen Wohnungen nicht mit den anderen Gemeinden Schritt zu halten.

Zurück nach oben | << Zurück

Communiqués liés

Job Shadow Day ALIPA
16/04/2024

Le Groupe ALIPA accueille une étudiante dans le cadre du Jo...

ALIPA Group, spécialiste du levage et de l’emballage industriel, a accueilli ...

ALIPA Group
Bryan Crawford - Quintet

Quintet lance le premier d’une série de nouveaux fonds e...

La banque privée européenne lance un fonds d’actions américaines sous gesti...

Quintet Private Bank
IMG 3428
09/04/2024 Personnalités

Un nouveau commercial interne pour LIFTEUROP

Maxime Llorens rejoint LIFTEUROP (Groupe ALIPA), le fabricant luxembourgeois d...

Lifteurop
bgl
04/04/2024

BGL BNP Paribas : Résultats consolidés au 31 décembre 202...

Performance solide grâce à la dynamique commerciale et la force du modèle div...

BGL BNP Paribas
20240328-1D1A5685
29/03/2024 Personnalités

Nouvelle direction générale chez Aral au Luxembourg

Bernard Roodenrijs, Vice President Mobility and Convenience Central Europe : "Je...

Aral
3
29/03/2024

Office Régional du Tourisme Région Mullerthal - Petite Sui...

L'assemblée générale de l'Office Régional du Tourisme Région Mullerthal - P...

Office Régional du Tourisme Région Mullerthal –

Il n'y a aucun résultat pour votre recherche

Cookies gewährleisten die bestmögliche Verwendung der Webseite. Bei Verwendung der Webseite stimmen Sie zu dem Einsatz von Cookies zu. OK Mehr Infos