Die Encevo-Gruppe bestätigt ihre Stabilität

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Das Jahr 2021 war von einer globalen wirtschaftlichen Erholung geprägt, die auch für die Encevo-Gruppe spürbar war. Dennoch wirkte sich die Covid-19-Pandemie weiterhin auf einige Geschäftsbereiche der Gruppe aus, ohne jedoch zu größeren Störungen zu führen. Im Bereich der Netze hatte die Gruppe im Sommer mit Überschwemmungen zu kämpfen, und schließlich waren die letzten Monate des Jahres von einem Anstieg der Energiepreise auf den Großhandelsmärkten geprägt. Diese Energiepreiskrise stellt die Energieversorger in ganz Europa weiterhin vor große Herausforderungen und macht auch vor Luxemburg nicht halt. Angesichts dieser Entwicklungen konnte die Gruppe auf den soliden Grundlagen aufbauen, die in den Vorjahren geschaffen worden waren, und das Ergebnis erreichte das Niveau vor der Pandemiekrise.

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11/05/2022 |
  • Encevo Bilan 2021

    Erik von Scholz (CEO Enovos Luxembourg S.A., Member of the Executive Committee), Claude Seywert (CEO Encevo S.A., Chairman of the Executive Committee), Marco Hoffmann (Chairman of the Board of Directors Encevo S.A.), Marc Reiffers (CEO Creos Luxembourg S.A., Member of the Executive Committee), Marc Schroeder (CFO Encevo S.A., Member of the Executive Committee)

Der Nettogewinn für 2021 erreicht wieder das Niveau von vor der Pandemiekrise und beläuft sich auf 79,7 Millionen Euro (38,2 Millionen Euro im Jahr 2020). Das EBITDA steigt auf 238,6 Millionen Euro (223,3 Millionen Euro im Jahr 2020). Die Gruppe zeigt somit eine gute Leistung in einem Umfeld, das größtenteils von einer wirtschaftlichen Erholung geprägt ist.

Die größte Herausforderung im Jahr 2021 war der Anstieg der Energiepreise, insbesondere der Erdgaspreise, auf dem Großhandelsmarkt nach dem Sommer. In der Tat schwankten die Preise um bis zu 500 % des Vorjahrespreises. Dank seiner Beschaffungsstrategie konnte Enovos, der Energieversorger der Encevo-Gruppe, die Auswirkungen für seine Kunden in Grenzen halten, obwohl gegen Ende des Jahres Preiserhöhungen unvermeidlich waren. 2021 hat in diesem Zusammenhang deutlich gezeigt, dass der Energiemarkt zu einem globalen Markt geworden ist, dessen Auswirkungen sich auch in Luxemburg bemerkbar machen. Die Lage auf den Märkten bleibt sehr volatil mit hohen Risiken, insbesondere vor dem geopolitischen Hintergrund des Krieges in der Ukraine.

Investitionen in die Infrastruktur von morgen

In diesem schwierigen Umfeld hat die Encevo-Gruppe erneut einen neuen Rekord bei den Investitionen erzielt. Im Jahr 2021 wurden 268 Millionen Euro investiert, der größte Teil davon in die Netzaktivitäten (203 Millionen Euro). Diese Investitionen auf Seiten von Creos betreffen vor allem die Modernisierung der Stromnetze, die Digitalisierung sowie die Infrastruktur für Elektromobilität. So ist das Netz der öffentlichen Ladestationen (Chargy, SuperChargy) weiter auf 538 Stationen gewachsen (plus 354 kommunale oder private Ladestationen, die in das Netz integriert und ebenfalls öffentlich zugänglich sind). Die Einführung intelligenter Zähler ist ebenfalls abgeschlossen (99% für Strom und 97% für Gas) und wird zur Entwicklung intelligenter Netze beitragen, die für den Erfolg einer nachhaltigen Energiewende unerlässlich sind.

Auch große Infrastrukturprojekte zeichnen sich am Horizont ab, wie das Projekt 380, bei dem eine neue Hochspannungsleitung gebaut werden soll, um die bestehende Infrastruktur zu ersetzen. Ebenso arbeiten Encevo und ihre Tochtergesellschaften, insbesondere Creos Deutschland, an Projekten zur Modernisierung der bestehenden Gasnetze, aber auch an der Frage, ob die Netze im Hinblick auf die Dekarbonisierung der Industrie und der Energiewelt mehr grüne Gase (Biogas und Wasserstoff) aufnehmen können. Zu den Initiativen in dieser Richtung können das Projekt mosaHYc (Konvertierung von Erdgasnetzen in eine Wasserstoff-Infrastruktur) sowie die Initiative „Grande Region Hydrogen“, die auf die Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft in der Großregion, bestehend aus dem Saarland (Deutschland), der Lorraine (Grand-Est, Frankreich) und Luxemburg, abzielt.

Die Entwicklung erneuerbarer Energien beschleunigt sich

Im Bereich der erneuerbaren Energien stieg die installierte Produktionskapazität für erneuerbare Energien auf 374 MW (2020: 358 MW), wovon etwa 184 MW auf Luxemburg entfielen. Die Produktion von Windenergie ist leicht rückläufig, was auch darauf zurückzuführen ist, dass große Windkraft-Repowering-Projekte laufen, d.h. dass bestehende Windkraftanlagen abgebaut werden, ohne dass sie bereits durch neue, leistungsstärkere Anlagen ersetzt wurden. Diese Repowering-Projekte sind in Luxemburg im Gange und werden die Windenergiekapazität erhöhen. Die Photovoltaik-Kapazität hat sich in Luxemburg bis 2021 verdoppelt (von 15,7 MW auf 30,2 MW), insbesondere durch innovative Projekte wie die erste schwimmende PV-Anlage des Landes, ein Carport und die Erweiterung der größten Ground-Mounted-Anlage sowie neue Aufdachanlagen. Hinzu kommen neue Projekte in den Niederlanden (5 Parks mit 5,8 MW) sowie der erste Park eines großen PV-Projekts in Deutschland. In der Region Südeifel wird in den Jahren 2022 und 2023 ein Projekt mit 11 Produktionsstätten und einer Gesamtkapazität von 214 MW realisiert.

Der Bereich der technischen Dienstleistungen hat sich zu einer immer wichtigeren und reiferen Aktivität entwickelt. Die Encevo-Gruppe hat diesem Geschäftsbereich, der früher unter dem Namen Enovos Services bekannt war und nun Teseos heißt, einen neuen Namen gegeben. Anfang des Jahres kam die Firma diego hinzu, die nun eine eigene Gesellschaft ist, die zu 100 % Teseos gehört und innovative Lösungen im Zusammenhang mit der Energiewende anbietet und sich dabei auf renommierte luxemburgische Partner stützt.  Trotz einiger Schwierigkeiten in der Lieferkette aufgrund der Covid-19-Pandemie profitierte der Bereich der technischen Dienstleistungen vor allem von einem dynamischen Jahr in der Baubranche.

Die drei Säulen der Encevo-Gruppe (Netze, Versorgung und erneuerbare Energien, technische Dienstleistungen) machen sie zu einem Schlüsselakteur beim Übergang zu einer nachhaltigen Energiewelt. Diese Rolle zu übernehmen, wird in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen erfordern, vor allem in die Modernisierung der Energienetze und in die Produktionskapazitäten für erneuerbare Energien, Investitionen, die wahrscheinlich die des vergangenen Jahres übersteigen werden. Die Encevo-Gruppe verfügt über eine solide Basis, um diese Herausforderungen zu bewältigen, was sich insbesondere in einem Gearing (Verhältnis der Finanzschulden zum Eigenkapital des Unternehmens) von 34,8% (34,7% im Jahr 2020) widerspiegelt.

Risiken in Aussicht

Es ist auch diese solide Struktur, die es der Gruppe ermöglichen soll, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen. Während die Pandemiekrise noch nicht vollständig überwunden ist, hat der Krieg in der Ukraine einen starken Einfluss auf die europäischen Energiemärkte, sowohl für Gas als auch für Strom. Der aktuelle geopolitische Kontext ist eine Quelle der Unsicherheit für die Wirtschaft und hinsichtlich der Energiepreise und der Versorgungssicherheit. Diese aktuellen Krisen kommen zu den Herausforderungen der Energiewende hinzu. Encevo ist mehr denn je davon überzeugt, dass der Übergang zu einer nachhaltigen Energiewelt, d. h. zur Dekarbonisierung der Industrie, zu mehr erneuerbaren Energien und zu mehr Energieeffizienz, der richtige Weg ist.

Die Gruppe wird ihren Ansatz zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung und der Energiewende konsequent weiterverfolgen und freut sich darauf, dass die Arbeit ihrer 2.332 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt; 2.164 Personen im Jahr 2020) Früchte trägt.

Der vollständige Jahresbericht ist unter www.encevo.eu abrufbar.

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