Deloitte Gesundheitsstudie 2014: medizinische Fachkräfte und Patienten teilen positives Bild des Gesundheitssystems

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Medizinische Fachkräfte und Patienten stimmen in ihrer Bewertung des luxemburgischen Gesundheitssystems überein; dies ergibt die Analyse der Ergebnisse der neuesten Deloitte-Studie, die 2014 zu diesem Thema durchgeführt wurde.

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    Luc Brucher, Partner für den Bereich Gesundheitsindustrie und Life Sciences bei Deloitte Luxemburg

Angesichts der Herausforderungen, mit denen das Gesundheitssystem konfrontiert ist, schien es sinnvoll, 2014 zu untersuchen, wie die medizinischen Fachkräfte in Luxemburg das System einschätzen und diese Einschätzungen mit denen der Empfänger von Gesundheitsleistungen zu vergleichen, um die es in unseren 2011 und 2013 durchgeführten Studien ging

Luc Brucher, Partner für den Bereich Gesundheitsindustrie und Life Sciences bei Deloitte Luxemburg

Die 2014 bei medizinischen Fachkräften durchgeführte Umfrage ergänzt die bereits 2013 bei Empfängern von Gesundheitsleistungen durchgeführte Studie zu denselben großen Themenbereichen.

In der 2014er Ausgabe geht es darum, wie die medizinischen Fachkräfte die Gesamtleistung des Systems, insbesondere dessen künftige Attraktivität für Patienten, den Entwicklungsstand in Bezug auf Innovationen und die Nutzung neuer Technologien sowie die Hauptfaktoren, die zu einer Kostenerhöhung führen, bewerten. Die Studie zeigt zahlreiche Wege auf, die die medizinischen Fachkräfte zur Verbesserung des Systems empfehlen.

„Angesichts der Herausforderungen, mit denen das Gesundheitssystem konfrontiert ist, schien es sinnvoll, 2014 zu untersuchen, wie die medizinischen Fachkräfte in Luxemburg das System einschätzen und diese Einschätzungen mit denen der Empfänger von Gesundheitsleistungen zu vergleichen, um die es in unseren 2011 und 2013 durchgeführten Studien ging“, erläutert Luc Brucher, Partner für den Bereich Gesundheitsindustrie und Life Sciences bei Deloitte Luxemburg.

2014 war das luxemburgische Gesundheitssystem mit zahlreichen Herausforderungen und Zwängen konfrontiert. Zahlreiche kritische Projekte wie die Überarbeitung des Krankenhausplans, des Referenzarztsystems, aber auch die verbesserte Qualität der Leistungsdokumentation oder die Einführung der Gesundheitsakte (Dossier Soins Partagé, DSP), sind noch nicht abgeschlossen und stellen ein ehrgeiziges Programm für das Jahr 2015 dar.

Die wesentlichen Schlussfolgerungen der Studie über die Wahrnehmung des Gesundheitssektors aus Sicht der Patienten und den medizinischen Fachkräften konzentrieren sich auf fünf Kernpunkte:

Eine insgesamt positive Wahrnehmung der Leistungsfähigkeit des Systems
Ebenso wie die Empfänger von Gesundheitsleistungen nehmen 75% der medizinischen Fachkräfte aller Kategorien das System insgesamt als leistungsfähig wahr und bewerten es mit „gut“ oder sogar mit „sehr gut“. Die medizinischen Fachkräfte sind wie die Patienten der Ansicht, dass das derzeitige Gesundheitssystem den Anforderungen der Patienten in Bezug auf die Behandlung entspricht.

Befürwortung von Kompetenzzentren
Mehr als durchschnittlich 86% der Fachkräfte sind der Meinung, dass die Einrichtung von Kompetenzzentren eine bessere Koordinierung von Gesundheitsleistungen und einen ungehinderten Zugang zu medizinischen Gutachten ermöglichen würde.
Darüber hinaus sind die Fachkräfte mehrheitlich (mehr als durchschnittlich 61%, bei den Ärzten sogar 74%) der Ansicht, dass die Einrichtung der Kompetenzzentren die Qualität verbessern würde, auch wenn dies nicht zu einer Kostensenkung führt. Auch in diesem Punkt sind sich die medizinischen Fachkräfte und die Empfänger von Gesundheitsleistungen einig.

Die Gesundheitsakte (DSP) wird sich voraussichtlich positiv auswirken
Nach Ansicht der medizinischen Fachkräfte und der Empfänger von Gesundheitsleistungen würde sich das elektronische Führen der Patientenakten insbesondere durch die Einführung der DSP positiv auf die Verwaltung, die Zugänglichkeit medizinischer Daten und die Koordinierung der Aktivitäten im Gesundheitsbereich auswirken.
Hervorzuheben ist, dass der Schutz personenbezogener Daten von 80% der medizinischen Fachkräfte als „sehr wichtig“ oder sogar als „äußerst wichtig“ für die erfolgreiche Umsetzung der DSP betrachtet wird.
Allerdings hängt die erfolgreiche Umsetzung der DSP auch von der Fähigkeit der Ärzte ab, Transparenz zu gewährleisten, sowie von ihrer Unterstützung und ihrem Einsatz für die Einführung und Entwicklung der DSP.

Ziel: ideale Bedingungen für Krankenhausaufenthalte
In Bezug auf ideale Bedingungen für den Krankenhausaufenthalt – ein zentraler Punkt der Studie für Leistungsempfänger – heben die medizinischen Fachkräfte folgende wichtige Punkte hervor:

  • Die Kenntnisse und Kompetenzen der Ärzte und Pflegekräfte müssen optimal auf die zu behandelnden Gesundheitsprobleme ausgerichtet sein
  • Die Behandlung des Patienten muss auf der Grundlage eines multidisziplinären Ansatzes erfolgen
  • Zu einem guten Patientenverhältnis gehören gute und verständliche Erklärungen, Zuhören und Achtung

Verschiedene Verbesserungsansätze
Die Studie zeigt, dass die Empfänger von Gesundheitsleistungen und die medizinischen Fachkräfte die gleichen Hauptgründe für eine Behandlung im Ausland anführen. Die befragten Personen führen im Wesentlichen eine bessere Diagnostik und Behandlung an sowie die Verfügbarkeit von Ärzten und Krankenhäusern, die in der Lage sind, spezifische Behandlungen für die Gesundheitsprobleme der Patienten anzubieten.
Daher stellt sich die Frage, wie die Leistungsfähigkeit des luxemburgischen Gesundheitssystems verbessert werden kann. Auch in diesem Punkt zeigt die Studie einige interessante Ansätze auf, die die Mehrheit der medizinischen Fachkräfte selbst vorschlägt; hierzu gehören:

  • Das Anregen von präventivem Verhalten (insbesondere durch eine bessere Ernährung und regelmäßigen Sport) und die frühe Prognose von Gesundheitsproblemen durch Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung von Krankheiten
  • Die Veröffentlichung umfassenderer Informationen über die Qualität der in Luxemburg angebotenen Behandlungen und Leistungen, um besser auswählen zu können
  • Eine bessere Nachverfolgung der Vor- und Nachteile der verschiedenen vorgeschlagenen Behandlungen, um echte vergleichende Analysen durchführen zu können

Vorstellung der Ergebnisse der Deloitte-Studie 2014
Die Haupttendenzen der Studie wurden am 28. Januar anlässlich der 4. Deloitte-Jahreskonferenz zum Thema Gesundheitssektor und Life Sciences vorgestellt, an der etwa hundert medizinische Fachkräfte und Experten des luxemburgischen Markts teilnahmen. Diese Veranstaltung, organisiert in Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Krankenhausverband FHL, wurde nacheinander von Lydia Mutsch, Ministerin für Gesundheit und Chancengleichheit, Luc Brucher, Partner für den Bereich Gesundheitsindustrie und Life Sciences bei Deloitte Luxemburg, und Paul Junck, Präsident des FHL, geleitet.

Die vollständige Studie finden Sie auf der Website von Deloitte Luxemburg: www.deloitte.com/lu/lshc-outlook-2015

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