Ausgabe 2020 des Leitfadens Investment Funds in Luxembourg von EY Luxemburg veröffentlicht

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EY Luxemburg hat kürzlich die Ausgabe 2020 des Leitfadens Investment Funds in Luxembourg – A technical guide veröffentlicht. Der Leitfaden soll die zahlreichen Fragen zur Fondsauflegung und zum Vertrieb von Investmentfonds in Luxemburg beantworten. Diese international angesehene Veröffentlichung, die in den vergangenen 25 Jahren jährlich aktualisiert wurde, befasst sich mit den neuesten Änderungen der Gesetzes- und Rechtsvorschriften.

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09/10/2020 |
  • 2016 01 13 EY-PG-2

Michael Ferguson, Wealth and Asset Management Leader bei EY Luxemburg, erläutert:

„Dieses Jahr wird wie kein anderes Jahr in unserem kollektiven Gedächtnis bleiben. Unser ganzes Handeln in unserem Berufs- und Privatleben der vergangenen sechs Monaten wurde durch die anhaltende COVID-19-Pandemie beeinflusst. Viele prophezeien eine sehr tiefe Rezession, wobei die optimistischeren Hoffnungen auf die sogenannte V-förmige Erholung schnell schwinden. Die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie werden durch die ständig zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den beiden Weltmächten noch verstärkt. Gleichzeitig tat sich die EU schwer mit einer geschlossenen Antwort aufgrund der Spaltungen und Verwerfungen zwischen den sogenannten sparsamen Mitgliedsstaaten und den am stärksten betroffenen südlichen Mitgliedstaaten.“

Was bedeutet dies für die Vermögensverwaltungsbranche?

Das unmittelbare Augenmerk lag auf dem Wohlergehen und der Sicherheit der Mitarbeiter, der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs durch Telearbeit, dem Umgang mit den Herausforderungen der Marktvolatilität und des Liquiditätsmanagements sowie der verbesserten Kommunikation mit allen wichtigen Akteuren einschließlich Investoren und Aufsichtsbehörden. Aus finanzieller Sicht gab es einen unmittelbaren signifikanten Rückgang der verwalteten Vermögenswerte mit den entsprechenden Auswirkungen auf Gebühren und Margen. Trotz aller anfänglichen Ungewissheit und Besorgnis und unter Berücksichtigung gewisser Fondsaussetzungen und -schließungen zeigt sich die Branche weiterhin bemerkenswert widerstandsfähig.

Nachdem sich die Lage stabilisiert hatte, lag der Schwerpunkt auf der Frage, wie die anfänglich getroffenen Maßnahmen verstärkt werden konnten. Dazu gehörten Schritte zur weiteren Verbesserung von Betriebsplattformen mit Remote-Zugang, einschließlich der Formalisierung bei der Ausübung von Telearbeit, die neuerliche Konzentration auf Instrumente des Liquiditätsmanagements einschließlich der Aktualisierung der Kommunikation mit Investoren und Branchenaufsichtsbehörden, die Überprüfung und Aktualisierung der Bewertungsrichtlinien für die Anlagenbewertung und die Entwicklung alternativer Strategien für die Interaktion mit Kunden und Mitarbeitern über eine Reihe von sozialen Medien und andere interne Plattformen.

Welche längerfristigen Auswirkungen sind entsprechend vor dem Hintergrund von COVID-19 und seinen bevorstehenden, voraussichtlich mehrere Jahre andauernden Ausfällen für die Vermögensverwaltungsbranche zu erwarten? Noch wichtiger ist die Frage, welche künftige Rolle die Branche bei der Erholung der Weltwirtschaft wird spielen müssen.

Bereitstellung und Allokation von Kapital: Angesichts der schwerwiegenden Auswirkungen der Pandemie werden viele gute Unternehmen vor Herausforderungen gestellt und in den nächsten Jahren unter großem finanziellen Druck stehen. Die Branche sieht sich sowohl der Herausforderung als auch der Möglichkeit gegenüber, diese Unternehmen zu identifizieren und zu unterstützen, damit sie nach der Pandemie zunächst überleben, Umstrukturierungen vornehmen und danach wachsen können.

Bedürfnisse der Investoren: Der Hauptgrund für die Existenz von Vermögensverwaltern besteht in der Erfüllung der Bedürfnisse der Investoren. Der Bedarf war jedoch nie größer als jetzt – in einer Ära negativer Zinssätze in Verbindung mit einer drohenden, von einer Pandemie verursachten Rezession. Investoren suchen nach Lösungen, die eine reale Rendite erwirtschaften und gleichzeitig das Kapitalrisiko steuern, wobei all dies in Übereinstimmung mit gesellschaftlichen und ökologischen Zielen erreicht werden muss.

Arbeitsabläufe: In den vergangenen sechs Monaten haben wir neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt, einschließlich der Interaktion mit unseren Kollegen und Kunden. Es ist aus vielen Gründen unwahrscheinlich, dass diese neuen Formen der Zusammenarbeit nur vorübergehend sind. Dies wird sich aus den aktuellen Überlegungen darüber ergeben, was sich in den vergangenen sechs Monaten für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter bewährt hat. Aber auch ein tatsächlich erforderliches Kostenmanagement angesichts des Drucks auf Gebühren und Margen, der sich durch die pandemiebedingte Krise verschärft hat, wird eine große Rolle spielen. Was bedeutet dies in der Praxis? Eine erhebliche Beschleunigung der viel verkündeten Investitionen in Technologie und digitale Lösungen? Regionale Geschäftsstellen anstelle von One-Stop-Mega-Zentralen? Die Institutionalisierung der Telearbeit als gängige Arbeitsweise?

Governance und enge Zusammenarbeit mit investierten Unternehmen: In den vergangenen fünf Jahren wurde viel geschrieben über Nachhaltigkeit und darüber, wie ESG-Prinzipien („Environmental, Social and Governance“, ESG) in die Gestaltung und Konzeption von Investmentfondsprodukten einbezogen werden sollten. Aufsichtsbehörden waren in den vergangenen Jahren damit beschäftigt, einen Rahmen zu schaffen und zu gestalten, der dies weiter erleichtert. Die Pandemie hat dem einen neuen Impuls verliehen und den Schwerpunkt darauf verlagert. ESG-Erwägungen werden nicht mehr als "nice-to-have" oder als Branding-Initiative angesehen, sondern als echte Alternative, die in die Schaffung und die Gestaltung von Investmentfondsprodukten integriert werden muss. Die investierten Unternehmen, die ihre ESG-Verantwortlichkeiten nicht erfüllen, werden durch fehlende Kapitalallokation hart bestraft.

Vertrieb und Engagement gegenüber Investoren: Über mehrere Jahre wurde viel über die Notwendigkeit geschrieben und gesprochen, die Technologie zu verbessern und sicherzustellen, dass Kunden und andere wichtige Akteure ein digitales Erlebnis erfahren.

Michael Ferguson fügt hinzu: „Die Pandemie hat den Fokus auf dieses Thema verstärkt, da es in dieser nicht-personenbezogenen Umgebung kaum eine oder keine Alternative zur Weiterentwicklung dieser Technologien gibt.

In den vergangenen Jahren hat eine gewisse Konsolidierung mit sehr gemischten Ergebnissen stattgefunden. Das Hauptaugenmerk wird erneut auf der Pandemie liegen und die Konsolidierung beschleunigen – mit der zu erwartenden Konsequenz, dass die "Großen" größer werden und diese Verwalter auswählen, die sich dadurch auszeichnen, für ihre Kunden einen realen Kapitalzuwachs zu erzielen.”

Der Leitfaden Investment Funds in Luxembourg kann auf der Internetseite von EY Luxemburg heruntergeladen werden: ey.com/lu

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