Offizieller Start von microlux, dem ersten Mikrofinanzinstitut für Luxemburg

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Am Mittwoch, den 5. April 2017 hatten die Aktionäre von microlux, BGL BNP Paribas, ADA (Appui au Développement Autonome) und ADIE (Association pour le droit à l’initiative économique), sowie ihr Partner – der EIF (Europäischer Investitionsfonds) – die Ehre, zum offiziellen Start des ersten Mikrofinanzinstituts für Luxemburg einzuladen.

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06/04/2017 |
  • microlux

Der Vorstandsvorsitzende von BGL BNP Paribas, Carlo Thill, und der Verwaltungsratsvorsitzende von microlux, Rémy Jacob, empfingen das zahlreich erschienene Publikum. An diesem für Luxemburg symbolischen Ereignis nahmen nationale und europäische Persönlichkeiten teil. Von besonderer Bedeutung war die Anwesenheit Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin, der Ministerin Corinne Cahen und des Ministers Nicolas Schmit, des Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank (EIB) Pim van Ballekom und des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Europäischen Investitionsfonds (EIF) Roger Havenith.

Gleich zu Beginn verdeutlichte Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin: „Die Gründung des ersten Mikrofinanzinstituts ist ein wichtiger Meilenstein für die luxemburgische Wirtschaft. Sie ist auch ein bedeutendes Ereignis für all diejenigen, die wie ich immer überzeugt waren, dass Mikrokredite zu den wirksamsten Instrumenten zählen, um Armut und gesellschaftliche Ausgrenzung zu bekämpfen – auch hier in Luxemburg. Die Mikrofinanzierung nimmt in Luxemburg einen gebührenden Platz ein, denn sie bietet allen Menschen die Möglichkeit, am Wirtschaftsleben teilzuhaben – ob sie arm sind, einer sozialen Randgruppe angehören oder keinen Zugang zum Banksystem haben.“

Anlässlich des offiziellen Starts unterzeichneten microlux und der EIF eine Bürgschaftsvereinbarung für Mikrofinanzierungen im Rahmen des Programms der Europäischen Union für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI ? EU programme for Employment and Social Innovation), durch die Zahlungsausfälle bei der Tilgung von Mikrokrediten bis zu einem bestimmten Prozentsatz abgesichert werden können.

Mikrofinanzierung macht auch in Luxemburg Sinn!

Luxemburg ist gemessen am Volumen heute der bedeutendste Standort für Mikrofinanzfonds. Auch hier gibt es Bedarf an Mikrofinanzierung, da die soziale Ungleichheit zunimmt und sich der Zugang zu herkömmlichen Bankkrediten erschwert.

François Bourguignon, ehemaliger Vizepräsident der Weltbank und Professor an der Paris School of Economics, erläuterte, warum die soziale Ungleichheit in den letzten Jahren in Europa und Luxemburg gewachsen ist: „Die negativen Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft und den sozialen Zusammenhalt führen zu tiefgreifenden Veränderungen der uns bekannten demokratischen Modelle“, so Bourguignon.

Maria Nowak, Präsidentin und Gründerin von ADIE und ausgewiesene Expertin für Mikrokredite in Frankreich und Europa, ging auf die Chancen ein, die sich durch den Zugang zu Mikrofinanzierung angesichts dieser Ungleichheiten bieten. „Ich denke, dass die Ärmsten weiterhin kaum die Möglichkeit haben werden, die allgemeinen Gegebenheiten zu ändern. Doch sie können ihre eigene Zukunft in die Hand nehmen.“

Microlux – ein umfassendes Angebot

Microlux unterstützt Einzelpersonen oder soziale Start-ups, die keinen Zugang zu herkömmlichen Bankkrediten haben, bei der Aufnahme oder dem Ausbau ihrer Geschäftsaktivitäten.

Die Unterstützung von microlux erfolgt zum einen durch Coaching- und Betreuungsangebote, die von Freiwilligen mit spezieller Ausbildung in Coaching-Techniken und den Bereichen Mikrofinanzierung und Unternehmensgründung in Luxemburg durchgeführt werden. Zum anderen bietet das Institut drei Arten von Krediten bis zu einem Höchstbetrag von 25.000 Euro an.

Microlux hat seine Tätigkeit im Juni 2016 aufgenommen. Dazu wurden zwei Projektmanager eingestellt und ein Verwaltungsrat errichtet, der sich aus Vertretern der oben genannten vier Partner zusammensetzt. Seit seiner Gründung hat microlux bereits neun Projektträger in verschiedenen Bereichen finanziert und rund 40 Personen betreut. Dabei unterstützte microlux durch die Finanzierung von Liquiditätsbedarf, Vorräten oder Investitionen verschiedene Kleinstunternehmen, zum Beispiel ein Geschäft für Smartphone-Reparaturen, einen Imbissanbieter und einen Paketdienst.

Die Aktivitäten von microlux wurden von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde CSSF und vom Luxemburger Ministerium für Wirtschaft genehmigt. Das Institut hat seinen Sitz im Haus der Mikrofinanz (Maison de la Microfinance), 39, rue Glesener, Luxemburg-Stadt.

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