ABBL und EY publizieren die neue Auflage der „Cost of Regulation" Studie

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Die Mitglieder der Luxemburger Bankenvereinigung ABBL wurden zum zweiten Mal gebeten, an einer Studie zur Erhebung der durch Regulierungen entstandenen Kosten teilzunehmen. ABBL und EY haben die Studie wie im Jahr 2014 zusammen durchgeführt.

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10/03/2017 |
  • Cost of Regulation survey 2©ABBL

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Regulierung: ein signifikanter Bestandteil für Banken
Basierend auf den Ergebnissen haben Banken 2015 auf einer konsolidierten Grundlage bis zu €458 Millionen investiert, um Regulierungsvorschriften einzuhalten. Mit der Compliance verbundene Kosten sind seit der letzten Studie um 20% gestiegen. Die gesamten Compliance-Kosten für Banken belaufen sich auf ungefähr 1% eines höheren BIP. Die Ergebnisse stimmen mit den Prognosen der ABBL/EY 2014 Studie überein.

Im Durchschnitt repräsentieren regulatorische Investitionen 35% der Gesamtinvestitionen von Banken. Bei kleineren Banken kann dieser Prozentsatz bis zu 51% erreichen. Budgets haben 2016 Höchststände erreicht. Auf Grundlage der Angaben der befragten Banken werden diese Budgets bis 2018 weiter ansteigen. 2018 wird die Implementierungsphase der regulatorischen Agenda nach 2007-2009 abgeschlossen sein. Danach kommt es zu einer möglichen Verlangsamung. Auch diese Ergebnisse stimmen mit den Prognosen aus 2014 überein.

Top 5Die drei kostenintensivsten Regulierungen von Banken bleiben weiterhin: die Eigenkapitalrichtlinie und Kapitaladäquanzverordnung (CRD/CRR IV), bei der sich die Investitionen im Vergleich zur letzten Studie verdoppelt haben, gefolgt von der US-amerikanischen Informations- und Meldebestimmung FATCA sowie der EMIR-Verordnung. Zieht man die neueren Regulierungen jedoch in Betracht, gehen ABBL und EY davon aus, dass die MiFID II-Richtlinie voraussichtlich die teuerste Regulierung wird. Die aktuelle Top 5 wird von Maßnahmen zur Steuertransparenz, wie z.B. dem automatischen Informationsaustausch, vervollständigt.

Beschäftigte
Laut den Berechnungen hat sich die Zahl der Beschäftigten im regulatorischen Bereich auf 3.300 oder 13% im Bankensektor erhöht. Dabei beschäftigen die wichtigsten Banken die meisten Mitarbeiter. ABBL und EY haben allerdings festgestellt, dass Beschäftigte im regulatorischen Bereich kleinerer Banken häufiger den Arbeitsplatz wechseln. Durch die Regulierung entstehen Arbeitsplätze für qualifizierte Mitarbeiter in Banken.

Die positiven Auswirkungen auf hochqualifizierte Arbeitsplätze sind beachtlich. Diese neuen Arbeitsplätze werden insbesondere in Support- oder Kontrollfunktionen geschaffen. Aus diesem Grund müssen sie durch neue Geschäftsaktivitäten finanziert werden, wodurch für die Profitabilität neue Ma?stäbe gesetzt werden.

Regulatorische Agenda
Bei den folgenden Themen handelt es sich um die wichtigsten Maßnahmen, die  in der regulatorischen Agenda der Banken in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen und dadurch bis Ende 2017 und darüber hinaus die meisten Ressourcen erfordern werden: die Richtlinie IV zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLD IV), die Datenschutz-Grundverordnung (GDRP), die neue Richtlinie über Zahlungsdienste oder neue Zahlungsdiensterichtlinie (PSD 2), die Verordnung zu verpackten Anlageprodukten für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte (PRIIPs) sowie MIFID II.

Enttäuschung innerhalb der Bankengemeinschaft
Die Bankengemeinschaft begrüßt Regulierungsmaßnahmen, die das Finanzsystem sicherer machen, bedauert aber die Art und Weise, wie Regulierungen konzipiert, erarbeitet, eingeführt oder mit  anderen  Regulierungen abgestimmt werden. Die fehlende Koordinierung setzt Banken unter Druck. Dabei sind nicht nur Betriebsmodelle oder IT nicht immer auf diese konstanten Veränderungen eingestellt – in der Regel müssen auch die gleichen Mitarbeiter alle Regulierungsprojekte bearbeiten. Sogar die wichtigsten Institutionen stehen zu einem Zeitpunkt, zu dem sie sich mit dem digitalen Wandel auseinandersetzen müssen, unter enormem Druck.

Benoît Sauvage, Senior Adviser, Financial Market Regulations der ABBL und Denis Costermans, Directeur Associé bei EY, die gemeinsam die Studie geleitet haben, sagen: „Wir stellen fest, dass die Erfordernisse zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen noch nie so hoch waren. Dies kann sowohl als Hindernis beim Zugang als auch als Chance gesehen werden, neue Bankenmodelle zu schaffen – vorausgesetzt, dass Regulierungen mit mehr Flexibilität angenommen und nicht ausschließlich als störend angesehen werden.”

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